Cottagecore – romantischer Trend für den Alltag

Wünschen Sie sich auch mehr Ruhe, Einfachheit und Naturverbundenheiti m Alltag? Dann ist vielleicht der Trend „Cottagecore“ das Richtige für Sie.

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Was ist Cottagecore?

Bei „Cottagecore“ handelt es sich um einen ästhetischen und kulturellen Trend, der sich an einem idealisierten, ländlichen und einfachen Leben orientiert. Der Stil feiert die Romantik des Landlebens, inspiriert von traditionellen Handwerken, Naturverbundenheit und einer nostalgischen Sehnsucht nach einer ruhigeren, weniger technisierten Welt.

Das steckt dahinter:

  • Ursprung: Cottagecore entstand als Gegenbewegung zur modernen, hektischen Welt – besonders während der Pandemie, als viele Menschen nach Ruhe und Einfachheit strebten. Es ist auch eine Ästhetik, die in Mode, Kunst und Social Media verbreitet ist.
  • Philosophie: Hinter Cottagecore steckt oft der Wunsch nach Nachhaltigkeit, Selbstbestimmung und einem Leben im Einklang mit der Natur. Es geht weniger um Perfektion, sondern um Gemütlichkeit, Kreativität und ein bewussteres Leben.
  • Inspiration: Wie der Name verrät, entspricht die Ästhetik einem Idealbild des traditionellen englischen Landlebens und des klassischen kleinen Landhauses, im englischen „cottage“ genannt.

Typische Merkmale von Cottagecore

  • Natur und Garten: Blumen, Kräuter, Pilze, Waldspaziergänge und Selbstversorgung (z. B. Gemüseanbau).
  • Handwerk und DIY: Stricken, Nähen, Backen, Töpferei oder andere traditionelle Fähigkeiten.
  • Mode: Weite, bequeme Kleidung aus natürlichen Stoffen wie Leinen oder Baumwolle, oft mit Blumenmustern, Rüschen oder Spitzen.
  • Innenraumgestaltung: Vintage-Möbel, Holzoberflächen, Keramik, getrocknete Blumen und ein gemütliches, „hyggelig“-artiges Ambiente.
  • Literatur und Medien: Inspiriert von Büchern wie „Der kleine Hobbit“, „Anne auf Green Gables“ oder Filmen wie „Studio Ghibli“-Werken.

Geschichte und Entwicklung

Gemütlich durch die kalte Jahreszeit.

Cottagecore ist eine moderne Sehnsucht nach Verlangsamung, die historische Romantik mit zeitgenössischen Werten wie Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung verbindet. Ob als Lebensstil, Mode oder digitale Ästhetik – der Trend zeigt, wie sehr sich Menschen nach einem harmonischeren Verhältnis zur Natur sehnen.

Ursprünge und kulturelle Wurzeln

Dabei ist der Trend ist keine völlig neue Bewegung, sondern greift auf jahrhundertealte Sehnsüchte und Romantisierungen des Landlebens zurück. Seine Wurzeln lassen sich in mehreren kulturellen und historischen Strömungen finden:

  • Romantik (18.–19. Jahrhundert): Die literarische und künstlerische Epoche der Romantik idealisierte die Natur als Gegenentwurf zur Industrialisierung. Dichter wie William Wordsworth oder Maler der Hudson River School feierten ländliche Idylle und unberührte Landschaften.
  • Arts and Crafts-Bewegung (spätes 19. Jahrhundert): Initiiert von William Morris, betonte diese Bewegung handgefertigte Kunst, traditionelle Handwerkskunst und eine Rückkehr zu einfachen, natürlichen Designs – als Protest gegen die Massenproduktion der Industriellen Revolution.
  • Hippie- und Back-to-the-Land-Bewegungen (1960er–1970er): In den 1960er-Jahren suchten viele Menschen – inspiriert von Ökologie und Anti-Konsum-Haltungen – ein Leben in Kommunen oder auf dem Land. Bücher wie „The Whole Earth Catalog“ wurden zu Manifesten dieser Bewegung.

Während das ländliche Leben in Wirklichkeit meistens hart und entbehrungsreich war, wurde vor allem die Einfachheit des Lebens, die Naturverbundenheit und die Nachhaltigkeit dieser Lebensart geschätzt und wird es auch heute.

Moderner Trend (2010er–heute)

Cottagecore, wie wir es heute kennen, entwickelte sich vor allem ab den 2010er-Jahren als ästhetische und kulturelle Strömung – zunächst in Nischen-Internetcommunities, später im Mainstream. Mit dem Aufkommen sozialer Medien hat der Trend ein größeres Publikum erreichen können.

  • Tumblr und Pinterest (2010–2015): Auf Plattformen wie Tumblr entstanden frühe Versionen der Ästhetik unter Begriffen wie „Dark Academia“, „Fairycore“ oder „Grandmacore“. Nutzer:innen teilten Bilder von alten Büchern, Waldspaziergängen und handgefertigten Gegenständen.
  • TikTok und Instagram (ab 2018): Mit dem Aufkommen von TikTok verbreitete sich Cottagecore rasant. Hashtags wie #Cottagecore (über 12 Milliarden Aufrufe auf TikTok) oder #Fairycore zeigten Videos von Brotbacken, Pilzesammeln oder selbstgenähten Kleidern.
  • Pandemie-Boom (2020–2021): Während der COVID-19-Lockdowns erlebte der Trend einen Höhepunkt. Viele Menschen sehnten sich nach Ruhe, Sicherheit und einem „einfachen Leben“ – fernab von Stress und Digitalisierung. Plattformen wie „Animal Crossing: New Horizons“ (ein Videospiel, in dem man eine Insel bewirtschaftet) wurden zu virtuellen Cottagecore-Oasen.

Mehr als nur eine Ästhetik

Hinter den Trend steckt heute mehr als eine reine ästhetische Gestaltung des Umfelds, er ist vielmehr eine Haltung:

  • Nachhaltigkeit: Viele Anhänger:innen leben plastikfrei, kaufen Secondhand oder bauen ihr eigenes Gemüse an.
  • Feminismus und Selbstbestimmung: Cottagecore wird oft mit „Soft Feminism“ verbunden – Frauen eignen sich traditionell „weibliche“ Fähigkeiten wie Nähen oder Kochen an, ohne sich von patriarchalen Rollenbildern einengen zu lassen. Es könnte auch als eine Gegenbewegung zum Tradwife-Trend gesehen werden.
  • Queer und inklusiv: Die Bewegung ist offen für alle Geschlechter und Lebensentwürfe. Viele LGBTQ+-Personen finden in Cottagecore einen sicheren Raum, um sich auszudrücken.
  • Kritik an Kapitalismus: Cottagecore steht für ein Leben jenseits von Konsumzwang – DIY, Upcycling und Selbstversorgung sind zentrale Werte.

Der ästhetische Einfluss von Cottagecore auf verschiedene Bereiche

Romantisches Schlafzimmer.

Cottagecore hat sich als einer der prägendsten ästhetischen Trends der letzten Jahre etabliert und beeinflusst heute zahlreiche Lebensbereiche – von Mode und Design bis hin zu Medien und Popkultur. Die romantische, naturnahe und nostalgische Ästhetik hat traditionelle Stile neu interpretiert und gleichzeitig moderne Bewegungen inspiriert. Im Folgenden wird der Einfluss von Cottagecore auf verschiedene Bereiche detailliert beschrieben.

Mode: Romantik, Handwerkskunst und Nachhaltigkeit

Cottagecore hat die Modeindustrie nachhaltig verändert, indem es traditionelle Handwerkskunst, natürliche Materialien und zeitlose Schnitte in den Fokus rückt.

  • Silhouetten und Materialien:
    • Weite, fließende Kleider mit Puffärmeln, Rüschen und Spitzen sind charakteristisch.
    • Natürliche Stoffe wie Leinen, Baumwolle, Wolle und Seide dominieren, oft in gedeckten Erdtönen oder zarten Blumenmustern.
    • Korsetts, Schürzen und Strickwaren erleben ein Comeback – allerdings weniger als Zwang, sondern als Ausdruck von Individualität.
  • Marken und Kollektionen:
    • Luxusmarken wie Batsheva, Ganni und Simone Rocha integrieren Cottagecore-Elemente in ihre Kollektionen.
    • Fast-Fashion-Marken wie Zara oder H&M haben „Cottagecore-Linien“ veröffentlicht, was jedoch auch Kritik an der Kommerzialisierung des Trends auslöste.
    • Secondhand- und Vintage-Mode erlebt einen Aufschwung, da Cottagecore-Anhänger:innen nach einzigartigen, historischen Stücken suchen.
  • Accessoires:
    • Strohhörner, Holzkörbe, Handschuhe und Perlenketten ergänzen den individuellen Look.
    • Selbstgemachte Accessoires (z. B. gestrickte Mützen oder gewebte Taschen) sind beliebt.

Innenarchitektur und Wohnkultur: Gemütlichkeit und Nostalgie

Cottagecore hat das Interior Design stark geprägt – weg von minimalistischem Skandinavismus, hin zu wärmeren, persönlicheren und handgefertigten Räumen.

  • Möbel und Dekoration:
    • Vintage-Möbel aus Holz (z. B. Bauernschränke, Holzbänke) und antike Accessoires wie Porzellanfiguren oder Öllampen.
    • Textilien mit Mustern: Blumenmuster auf Tapeten, Vorhängen oder Sofabezügen; gestrickte oder gehäkelte Decken.
    • Natürliche Farben: Erdtöne (Beige, Braun, Grün), Pastellfarben (Lavendel, Rosa, Hellblau) und warme Akzente wie Terrakotta.
  • DIY und Upcycling:
    • Selbstgebaute Regale, bemalte Töpfchen oder Macramé-Wandbehänge sind typisch.
    • Upcycling-Projekte (z. B. aus alten Holzkisten oder Stoffresten) werden auf Plattformen wie Pinterest und Instagram geteilt.
  • Pflanzen und Natur:
    • Getrocknete Blumen, Kräuter in Gläsern und Zimmerpflanzen wie Efeu oder Farn schaffen eine natürliche Atmosphäre.
    • Gärten und Balkone werden zu kleinen Oasen mit Kräutern, Blumen und Gemüse umgestaltet.

Medien und Popkultur: Escapism und Romantik

Cottagecore hat auch die Film-, Literatur- und Musikwelt beeinflusst – als Gegenentwurf zur digitalen Überflutung.

  • Film und Serien:
    • Studio Ghibli-Filme (z. B. „Mein Nachbar Totoro“, „Das wandelnde Schloss“) gelten als visuelle Inspiration.
    • Serien wie „Bridgerton“ (Regency-Ära) oder „The Great“ (historische Opulenz) bedienen Cottagecore-Elemente.
    • „Midsommar“ (2019) zeigt eine düstere Variante des Trends („Dark Cottagecore“).
  • Literatur:
    • Klassiker wie „Stolz und Vorurteil“ (Jane Austen), „Anne auf Green Gables“ (L. M. Montgomery) oder „Der kleine Hobbit“ (J. R. R. Tolkien) erleben eine Renaissance.
    • Moderne Bücher wie „The Secret Garden“ (Neuauflagen) oder „Circe“ (Madeline Miller) passen thematisch zum Trend.
  • Musik:
    • Folk- und Indie-Musik (z. B. Taylor Swift – „Folklore/Evermore“, Phoebe Bridgers) vermitteln eine melancholisch-romantische Stimmung.
    • TikTok-Sounds mit Harfenklängen oder Vogelgesang untermalen Cottagecore-Videos.

Kunst und Handwerk: Rückkehr zu traditionellen Techniken

Cottagecore hat ein neues Interesse an handwerklichen Fähigkeiten geweckt – sowohl als Hobby als auch als künstlerischer Ausdruck.

  • Malerei und Illustration:
    • Aquarellmalerei mit Blumenmotiven, Pilzen und Waldszenen.
    • Botanische Illustrationen und Tierstudien im Stil alter Naturkundebücher.
  • Handwerkskunst:
    • Stricken, Häkeln, Sticken und Töpferei erleben einen Boom – besonders bei jüngeren Generationen.
    • Buchbinden, Kerzenziehen und Seifenherstellung werden als meditative Beschäftigungen wiederentdeckt.
    • Workshops und Online-Kurse (z. B. auf Domestika oder Skillshare) vermitteln diese Fähigkeiten.
  • Digital Art und Social Media:
    • Pinterest-Boards mit Cottagecore-Moodboards haben Millionen von Followern.
    • TikTok und Instagram sind voller Tutorials zu Themen wie Brotbacken, Kränze binden oder Möbel restaurieren.

Lebensstil und Konsumverhalten: Nachhaltigkeit und Bewusstsein

Vintage-Tasse.

Cottagecore hat nicht nur die Ästhetik, sondern auch das Konsumverhalten verändert – hin zu mehr Achtsamkeit und Nachhaltigkeit.

  • Slow Living:
    • Bewusster Konsum: Menschen kaufen weniger, aber hochwertiger – bevorzugt lokal und handgefertigt.
    • Selbstversorgung: Urban Gardening, Kompostieren und das Halten von Hühnern (wo möglich) werden populärer.
  • Reise und Freizeit:
    • „Staycations“ (Urlaub zu Hause) mit Picknicks, Waldspaziergängen oder Besuchen auf Bauernhöfen.
    • Ökotourismus: Reisen in ländliche Gegenden, z. B. in Ferienhöfe, Baumhäuser oder Tiny Houses.
  • Community und Events:
    • Handwerksmärkte, Flohmärkte und Tauschbörsen erleben eine Renaissance.
    • Cottagecore-Hochzeiten mit Blumenkränzen, rustikaler Dekoration und selbstgebackenen Kuchen werden zum Trend.

Einfluss auf andere Ästhetiken und Subkulturen

Cottagecore hat zahlreiche abgeleitete oder verwandte Stile inspiriert:

TrendBeschreibungBeispiel
Dark CottagecoreDüsterere Variante mit Fokus auf Herbst, Pilze und mystische Elemente.„Mushroomcore“, Gothic-Naturmotive
GoblincoreErdige, „unperfekte“ Ästhetik mit Moos, Steinen und „hässlich-schönen“ Dingen.Sammeln von glänzenden Steinen
Coastal GrandmotherLuxuriösere, maritime Version mit Leinen, Muscheln und hellem Holz.Nancy Meyers-Filme („Something’s Gotta Give“)
FairycoreVerspielte, märchenhafte Variante mit Glitzer, Pastellfarben und Feenmotiven.„Cottagecore, aber mit Flügeln“
GrandmacoreNostalgischer Stil der 1950er–70er mit Strickwesten und Teeservices.„Like a grandma’s house“

So bringen Sie Cottagecore in Ihren Alltag: Ein Leitfaden für ein naturnahes und gemütliches Leben

Cottagecore für mehr Romantik im Alltag.

Sie benötigen kein Häuschen im Grünen, um den beliebten Trend Cottagecore auch in Ihren Alltag einziehen zu lassen. Da es sich nicht um eine reine Ästhetik, sondern einen Lebensstil handelt, können Sie auch in einer anderen Umgebung Ihr Leben bewusster, langsamer und in Einklang mit der Natur gestalten. Es geht nicht darum, perfekt zu sein und einen Stil zu kopieren, sondern darum, Freude an den kleinen Dingen zu finden – ob beim Gärtnern, Backen oder einfach nur beim Genießen einer Tasse Tee in einem gemütlichen Sessel. Ihr eigener Geschmack und Ihre Lebensweise sind daher die Grundlage dafür, wie Sie den romantischen Landlebentrend umsetzen möchten

Im Folgenden finden Sie einige praktische Anregungen, wie Sie Cottagecore in Ihren Alltag integrieren können. Wenn Sie möchten, können Sie Schritt für Schritt beginnen und sich die Elemente aussuchen, die am besten zu Ihrem Lebensstil passen. Viel Freude beim Ausprobieren!

Wohnen und Einrichtung: Gemütlichkeit und Natürlichkeit

  • Natürliche Materialien: Verwenden Sie Möbel aus Holz, Leinen, Baumwolle oder Keramik. Verzichten Sie auf Plastik und setzen Sie stattdessen auf nachhaltige, langlebige Materialien.
  • Handgefertigte Dekoration: Selbstgemachte Kränze aus getrockneten Blumen, gewebte Körbe oder Keramik aus lokalen Werkstätten verleihen Ihrem Zuhause eine persönliche Note.
  • Vintage-Charme: Flohmärkte und Antiquariate sind ideale Orte, um einzigartige Stücke wie alte Bücher, Porzellan oder Holzkisten zu finden.
  • Pflanzen und Blumen: Frische oder getrocknete Blumen in Vasen, Kräutertöpfe auf der Fensterbank oder ein kleiner Indoor-Garten schaffen eine natürliche Atmosphäre.

Mode: Zeitlose Eleganz und Bequemlichkeit

  • Stoffe und Schnitte: Bevorzugen Sie weite, bequeme Kleidung aus Leinen, Baumwolle oder Wolle. Blumenmuster, Rüschen und Spitzen sind typische Cottagecore-Elemente.
  • Selbstgemachte Accessoires: Ein selbstgestrickter Schal, ein gewebter Gürtel oder handgefertigter Schmuck unterstreichen den individuellen Stil.
  • Secondhand und Nachhaltigkeit: Kaufen Sie Kleidung in Secondhand-Läden oder unterstützen Sie Marken, die auf faire Produktion und ökologische Materialien setzen.

Ernährung: Selbstversorgung und Genuss

  • Selbst anbauen: Auch auf kleinstem Raum – etwa auf einem Balkon oder einer Fensterbank – können Kräuter, Tomaten oder Salat gepflanzt werden.
  • Saisonal und regional: Bevorzugen Sie Lebensmittel aus der Region und kochen Sie mit frischen, saisonalen Zutaten. Backen Sie Ihr eigenes Brot oder stellen Sie Marmelade her.
  • Gemütliche Mahlzeiten: Ein Picknick im Park, ein Frühstück mit frischem Obst und selbstgebackenem Kuchen oder ein Abendessen bei Kerzenschein – Genuss und Gemeinschaft stehen im Mittelpunkt.

Handwerk und Kreativität: Die Freude am Selbermachen

  • Traditionelle Handwerkskunst: Probieren Sie Stricken, Nähen, Sticken oder Töpfern aus. Es gibt zahlreiche Anleitungen und Kurse für Anfänger:innen.
  • Upcycling: Geben Sie alten Gegenständen neues Leben – etwa durch das Bemalen von Möbeln oder das Umgestalten von Kleidung.
  • Tagebuch und Briefeschreiben: Ein handgeschriebenes Tagebuch oder Briefe an Freund:innen sind eine schöne Möglichkeit, die digitale Welt für einen Moment hinter sich zu lassen.

Naturverbundenheit: Das einfache Leben genießen

  • Spaziergänge und Ausflüge: Verbringen Sie Zeit in Wäldern, Wiesen oder Gärten. Sammeln Sie Blumen, Beeren oder Pilze (achten Sie dabei auf essbare Sorten!).
  • Tierische Begleiter: Wenn möglich, integrieren Sie Tiere wie Hühner, Kaninchen oder Bienen in Ihr Leben – sie bereichern den Alltag und fördern die Verbindung zur Natur.
  • Achtsamkeit: Nehmen Sie sich Zeit für kleine Rituale wie das Beobachten des Sonnenaufgangs, das Lesen eines Buches unter einem Baum oder das Hören von Vogelgesang.

Digital Detox: Langsamkeit in einer schnellen Welt

  • Bewusster Umgang mit Technologie: Legen Sie feste Zeiten fest, in denen Sie auf digitale Geräte verzichten – etwa beim Essen oder vor dem Schlafengehen.
  • Analoge Hobbys: Lesen Sie Bücher in gedruckter Form, hören Sie Schallplatten oder spielen Sie ein Instrument.
  • Gemeinschaft pflegen: Laden Sie Freund:innen zu einem gemeinsamen Kaffeekränzchen, einem Bastelnachmittag oder einem Spaziergang ein.

Fazit und Zusammenfassung: Warum Cottagecore mehr als nur ein Trend ist

Cottagecore ist nicht nur eine vorübergehende Modeerscheinung, sondern eine kulturelle Gegenbewegung zur digitalen, hektischen Moderne, aber auch zum übermäßigen Konsum.

Sein Einfluss zeigt sich in:

  • Mode: Rückkehr zu Handwerk und Natürlichkeit
  • Design: gemütliche, persönliche Wohnräume
  • Medien: Escapism und Romantik
  • Kunst: traditionelle Techniken und DIY-Kultur
  • Lebensstil: Nachhaltigkeit und Slow Living

Ob als visuelle Inspiration, philosophische Haltung oder praktischer Lebensstil – Cottagecore bietet eine Einladung, das Schöne im Einfachen zu finden und die Verbindung zur Natur neu zu entdecken. Ganz neu ist der Trend nicht: Schon im 19. Jahrhundert wurde das Landleben und die Einfachheit des Alltags romantisch erklärt und bot für viele eine Auszeit. Auch wenn heute der Großteil der Menschen in der Stadt wohnt und nicht in einem kleinen idyllischen Häuschen auf dem Land, lässt sich das Konzept des Trends auch im Alltag mit schon einfachen Mitteln umsetzen, ohne Anspruch auf Perfektion zu erheben.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Cottagecore

  1. Was ist Cottagecore?

    Cottagecore ist ein Lifestyle- und Designtrend, der sich an ländlicher Idylle, Naturverbundenheit und einem einfachen, entschleunigten Leben orientiert. Er ist geprägt von Nachhaltigkeit und einer Rückkehr zu traditionellem Handwerk.

  2. Woher stammt der Begriff Cottagecore?

    Der Begriff setzt sich aus „Cottage“ (englisch für Landhaus) und „core“ (Kern) zusammen und beschreibt den Kern eines romantisierten Landlebens.

  3. Welche typischen Elemente gehören zum Cottagecore-Stil?

    Natürliche Materialien, Vintage-Möbel, florale Muster, handgemachte Deko, Gartenarbeit und traditionelle Handwerkskunst sind charakteristisch. In der Mode werden natürliche Materialen und bequeme und romantische Schnitte bevorzugt.

  4. Wie kann Cottagecore im Alltag umgesetzt werden?

    Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Cottagecore im Alltag zu leben. Durch das Pflegen eines Gartens, das Backen von Brot, das Tragen von Vintage-Kleidung und das Dekorieren mit Naturmaterialien lässt sich unter anderem der Stil integrieren.

  5. Welche Farben dominieren den Cottagecore-Stil?

    Sanfte, erdige Töne wie Creme, Beige, Grün, Pastellfarben und warme Holztöne sind typisch. Stoffe wie Leinen, Wolle und Baumwolle werden in natürlichen Farben bevorzugt oder selbst mit Pflanzen gefärbt.

  6. Ist Cottagecore nur ein Einrichtungstrend?

    Nein, Cottagecore ist eine Lebenshaltung: Der Trend umfasst auch Mode, Musik, Kunst, Rezepte und eine Lebensphilosophie, die Achtsamkeit und Nachhaltigkeit betont und stellt einen Gegenentwurf zu Schnellebigkeit und Überkonsum dar.

  7. Welche Aktivitäten sind im Cottagecore beliebt?

    Beliebt sind alle Tätigkeiten, die keine moderne Technik und Unterhaltungsmedien involvieren. Dazu gehören zum Beispiel Gärtnern, Stricken, Nähen, Blumen pflücken, ein Journal führen, selbst Kochen mit saisonalen Zutaten und im Alltag Achtsamkeit praktizieren.

  8. Gibt es bestimmte Bücher oder Filme, die Cottagecore inspirieren?

    Klassiker wie „Anne auf Green Gables“, „Stolz und Vorurteil“ oder Filme wie „Emma“ und „Little Women“ gelten als Inspirationsquellen. Für die Ästhetik des idyllischen Landlebens können auch Miss-Marple-Filme Vorbild sein.

  9. Wie unterscheidet sich Cottagecore von ähnlichen Trends wie Farmcore oder Goblincore?

    Cottagecore legt den Fokus auf Romantik und Ästhetik des Landlebens, während Farmcore stärker auf landwirtschaftliche Aspekte und Goblincore auf das Sammeln und Unperfekte abzielt. Es stellt auch eine Lebenshaltung dar, die alle Bereiche des Alltags umfasst.

  10. Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit im Cottagecore?

    Nachhaltigkeit ist ein zentraler Aspekte des Trends. Gelebt wird sie zum Beispiel durch Upcycling, Secondhand-Käufe, Selbstversorgung und bewussten Konsum.


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