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Lebensgeschichten
Dark_Dreams, 13 jahre
Wenn ich nun zurückdenke und mir selbst die Frage stelle,wann DAS angefangen
hat stelle ich fest,dass es keinen Richtigen Anfang gab...Es fing praktisch
im Kindergarten an,ich hatte Freunde,doch ich neigte dazu mich
unterzuordnen,wodruch ich unten auf der Rangliste stand.Später in der
Grundschule ging es ähnlich weiter jedoch wurde ich regelmäßig
verprügelt,von einem Jungen aus meiner Klasse,nicht sonderlich stärker oder
kräftiger als ich.Meine Umwelt (zumindest die Schule) wurde zunehment
brutaler,Schlägereien wurden Alltag,mir wiederstrebte es jedoch jemanden zu
schlagen,wodurch ich regelmäßig mir blauen Flecken nach Hause kam.
Von meinen Freunden musste ich Enttäuschungen hinnehmen,die Spitze kam
jedoch,als eine Schülerin eine Straftat von mir gesehen haben will.Daraufhin
wollte man mich der Polizei übergeben,doch dann wurde die Sache aufgedeckt
und meine Unschuld wurde bewiesen.Erschwerent kam hinzu,dass meine beste
Freundin,der ich seit der 1.Klasse vertraut hatte mir das angetan hat,sie
hat mein vollstes Vertrauen Missbraucht,sie hatte mich im Stich gelassen und
das allerschlimmste war :Sie hatte mir beinahe die Polizei auf den Hals
gehetzt!Ich hatte ihr nichts getan,von ein auf den anderen Tag stand ich
allein da,im Regen.Niemand wollte etwas mit mir zu tun haben,es bestanden
immernoch Zweifel an meiner Unschuld,jedoch auch weil entschieden wurde
welche Schulform wir besuchen würden.Tragischer Weise war ich nahezu die
Einzige von 35 Kindern,die für das Gymnasium geeignet schien.Plötzlich
schien ich der Streber schlechthin zu sein.Ich hatte nie etwas meine
Leistungen tun müssen,im Gegenteil ich begegnete der Lehrerin mit Trotz.Doch
all das war vorbei.Plötzlich saß ich alleine,meine Freundin,welche die
Hauptschule besuchen würde,welche mit ihren vier Geschwistern aus der
Ukraine gekommen war,welche in einer 70m² gewohnt hatte,hasste mich...Ich
war drei Tage krank und eine gesamte Welt brach zusammen."Bald werde ich die
Schule wechseln..." dachte ich mir und hielt an der Hoffnung fest,einen
neuen besseren Freundeskreis zu finden.Mit einem Lächeln,unzähligen blauen
Flecken,einem Notendurchschnitt von 2,0 und einem immernoch ernormen
seelischem Schmerz blickte ich zurück auf meine erstenvier Schuljahre.Nach
der Sache,mit der ich nur knapp der Polizei entwich folgten noch unzählige
kleine persönliche Angriffe auf meine Person.Ich wurde diverse Male
betitelt.in einem Anfall von Wut zeigte ich einem Mädchen aus meiner Klasse
den Mittelfinger,ich zog mir Zuhause angekommen die Schuhe aus und daraufhin
leutete auch schon das Telefon:Die Mutter des Mädchens beschwerte sich über
meine Geste,ihr war offenbar jedoch entgangen,dass ihre Tochter,welche fast
vier Jahre lang meine beste Freundin war,welche unsere Freundschaft beinahe
Mittels Polizei beenden wollte und die mein Vertrauen missbraucht hatte,mich
übelst bloßstellte und fertig machte.Doch ich denke jeder Kann sich
denken,wie die Situation ausging... Ich kam in eine neue Klasse freute mich
über die neuen Gesichter,über die neuen Lehrer und,dass niemand von meiner
Vergangenheit wusste...Zwischen den Kindern,dessen Eltern alle das Abitur
gemacht hatten und entweder Lehrer oder Arzt waren, kam ich mir jedoch sehr
schnell einsam vor.Meine Eltern,die ebenfalls einen hervorragenden Beruf
erlernten,jedoch keine Lehrer waren konnten mir nur am Anfang
helfen.Schulisch ging es rapide bergab dazu kam,dass meine "neuen Kollegen"
anfingen mich zu mobben.Erneut stand ich alleine in jeder Pause,erneut war
ich allein bei Partnerarbeit,erneut wurde bei der Sitzordnung endlos lange
um meinen linken Platz diskutiert.Im Nachhinein kann ich ohne schlechtes
Gewissen sagen,dass die ersten beiden Jahre die Schlimmsten an meiner neuen
Schule waren.Ich wurde nicht verprügelt oder nach der Schule
abgepasst,jedoch war es dennoich schrecklich die Missachtung meiner
Mitschüler so offen mitzukriegen.Ích freundete mich mit der Schönheit der
Klasse schlechthin an,sie spielte mir ein Theater der Spitzenklasse vor.Ich
begann ihr zu vertrauen,jedoch erkannte ich erst später wie sie mich
ausnutzte.Sie stand dann bei mir,wenn ihre beste Freundin einen schlechten
Witz über sie machte,sie stand dann bei mir wenn sie so tat,als wenn sie
sich für mein Inneres interessieren würde,in Wahrheit jedoch meine Schwächen
kennenlernen wollte um ihren Freunden,welche mich nicht leiden konnten
Wunden zu liefern.Ich schwor mir niemanden mehr mein Inneres zu zeigen,ich
wollte nicht mehr verletzt werden ich wollte nicht mehr das Gefühl in mir
haben jemanden die perfekten Geheimnisse geliefert zu haben,ich wollte
niemandem mehr das Gefühl schenken mich ausgenutzt zu haben,ohne dass ich es
merkte...Ich wollte niemandem mehr vertrauen...es ging nicht...
Der Ausbruch,der Hilfeschrei meiner Verzweiflung kam erst vor ein paar
Monaten.Man sagte mir schon immer nach ich sei sehr schmerzempfindlich.Ich
lernte jemanden kennen,ich mochte diese Person sehr gerne,ich wollte ihn
niewieder loslassen,ich verzehrte mich nahe zu nach dieser Person,klettete
aber nicht an ihm.Ich hatte plötzlich diese Wut in mir,meine Mutter verstand
nicht,dass ich mich von ihr distanzierte,sie einfach nicht mehr meine beste
Freundin war und dass mich ihr ständiges Nachfragen wie es in der Schule
läuft aufregte.Es regte mich auf,diese ständig niemals endende Frage:"Wirst
du noch gemobbt?" Ich wollte diese unerträglich lange Zeit vergesse,wollte
die Zeit aus meinem Leben radieren ich wollte einfach nicht dran denken.Doch
sie wühlte diese Geschichten immerwieder auf sie verstand es nicht ICH
WOLLTE VERGESSEN...
Das erste Mal ritzte ich mich mit einem Bleistift,als ich realisierte,dass
diese wunderbare Person sich von mit distanzierte.Ich konnte es nicht
verstehen,als eine Freundin mir ihre Narben auf ihrem Handrücken zeigte,die
sie hatte tiefe schwarze Narben.Sie nahm einen Bleistift und zeigte mir wie
sie diese machte.Ich probierte es das erste Mal aus Verzweiflung aus,da ich
meinte ohne diese Person nicht mehr weiterleben zu können.Ich mochte nicht
daran zu denken nach all der langen Zeit des Wartens nocheinmal von ihm
getrennt zu sein,da er mir wirklich ans Herz gewachsen istAls es deutlich
wurde,dass er keinen Kontakt mehr wünschte ging für mich eine kleine Welt
unter...das Leben war nicht mehr lebenswert.Mein ganzes Glück war fort.Da
nam ich eine kleine Rasierklinge aus der Schublade meiner Eltern...Sie war
rostig,was mich nicht weiter störte.Diese ganze nach innen gelenkte
Frustration,diese Enttäuschung kam zum Vorschein und ich erkannte mich
selbst nicht mehr.Zuerst ritzte ich mich an der Seite meines Handgelenks,da
ich noch zuviel Respekt davor hatte über den Pulsadern zu ritzen.Es
blutete...dieses tiefe Rot..es fazinierte mich und wurde meine
Lieblingsfarbe...Nach einiger Zeit schien ich es mir nicht mehr wert zu sein
noch länger nur harmlos zu verletzten und ging das Risiko des Todes
ein...Natürlich ist es unmöglich an einer so kleinen Wunde zu sterben,aber
das war mir zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt.Ich öffnete mich zum Schluss
nur noch dieser einen Person,ich zeigte ihr meine Wunden über den
Pulsadern.Es war ihm egal!ES WAR IHM EGAL!Er ging wortlos weiter,es
interessierte ihn nicht.Ich wusste nun welchen Stellenwert ich bei ihm
hatte.Ich stürzte in ein tiefes Loch,als dann der Kontakt ganz in die Brüche
ging,gab ich mir die gesamte Schuld,es wurde mir alles egal,mein ganzes
Leben änderte sich,ich wollte nicht mehr leben,doch der Tot war zu
fern.Innerhalb nur weniger Wochen wurde mein SVV schlimmer,jeden weiteren
Tag kamen mehrere Wunden hinzu,ich realisierte kaum noch etwas.Zu meinem
Glück oder Pech,wie man es sieht,traf ich die Ader jedoch nicht,was mich am
leben erhielt jedoch eine riesige Narbe zurückblieb...ich litt unter großer
Angst meine Umwelt zu enttäuschen und,dass meine Eltern von meinem SVV
mitbekommen.Ich verkapselte mich und sprach nur noch selten,das Verschließen
meiner Umwelt gegenüber ist mir aus heutiger Sicht gelungen,ich bin nicht in
der Lage jemanden von meinem SVV zu erzählen oder eingeweihten Freunden
plausible Gründe dafür nennen.Meine Mutter machte sich große Sorgen um mich
und sprach mich an,sie versuchte mit mir was zu unternehmen,doch alle ihre
Versuche wurden von mir ignoriert,ich wollte einfach nur meine Ruhe
haben.Nach einer weiteren Wunde,die mich eventuell mein Leben hätte kosten
können,die eine Woche nicht zuwuchs wurde ich gezwungen meiner Mutter davon
zu erzählen.Die brachte mich weder zu einem Arzt noich nahm sie mir meine
Klinge weg.Dies half mir sehr,dennoch war die arme Frauverzweifelt und nahm
die ersten Tage sogar Antidepressiva.Ihr Verhalten mir gegenüber wurde
jedoch immer extremer,sie zwang mich meinen Arm zu zeigen,sonst dürfte ich
nicht mit auf Klassenfahrt...Ich suchte nach Alternativen zum Ritzen,ich
begann zu rauchen und betrieb exessiven Sport.Meine Stimme wurde erheblich
dunkler und die Alternative "Zigerette" brachte nicht,ich erkannte es im
rechten Augenblick und hörte auf,jedoch zu dem Zeitpunkt noch nicht mit dem
Ritzen.Nach ein paar Wochen hörte ich mit dem ritzen auf.Ich wurde
glücklicher,mein Leben bekam Qualität.Doch den Schmerz meiner großen Flamme
hatte ich noch nicht richtig Verdaut,jedoch der Auslöser war ein
Anderer...Meine beste Freundin sagte mir ins Gesicht,dass ich nervte,dass
sie mich nur ausnutzte,dass es ihr keinen Spaß mehr machte...Eine weitere
Verletztung...eine weitere Wunde,ein weiterer Schmerz,sie ahnte gar
nicht,wie weh sie mir damit tat...Sie wusste über Umwege,dass ich unter SVV
litt und machte sich in der Öffentlichkeit lustig darüber...Das verletzte
mich sehr..auch äußerlich ,ich begann wieder zu ritzen,habe es bis heute
nicht geschafft davon loszukommen...Der Grad jedoch wanderte,als ich anfing
ritzte ich vielleicht 2-3 die Woche nun tue ich es jeden Tag,je nach dem wie
schlecht es mir geht ritze ich mehrmals...In der Schule wurde ich unter
Druck gesetzt.Vor ein paar Tagen fand meine Mutter eine Packung
Schlaftabletten unter meinem Bett.ich hatte nicht vor mir das Leben zu
nehmen,ich hatte nur die Sicherheit... Natürlich log ich meiner Mutter ins
Gesicht uns erfand eine Geschichte.Ein Freund und ich wollen nun gemeinsam
aufhören-mit ritzen!Unser Leben wollen wir nicht verschwenden,wir wollen die
Qualität zurück und sind füreinander da.
Ich würde mich sehr freuen,wenn Sie diesen Beitrag auf ihrer Homepage
veröffentlichen würden,ich würde anderen SVV-lern gerne zeigen,dass sie
nicht allein sind und,dass hinter jeden SVV eine ganze Geschichte
steht...ich weiß es ist sehr lang geworden...Danke
26.12.05
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