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Lebensgeschichte

Aimi-chan, 16 w
 

Damals, in der siebten Klasse hat alles angefangen. Obwohl, eigentlich war es schon viel früher. Ich war immer ein glückliches Kind. Ich war nie das beliebteste, aber in meiner Grundschulklasse fühlte ich mich wohl mit den netten Leuten. Alle waren immer nett. Ich hatte viele Freunde. Ich glaube heute würden sie mich keines Blickes mehr würdigen. Das, was aus mir geworden ist, schreckt sie ab, das weiß ich.
Aber zum Thema. Als ich dann auf's Gymnasium kam, schien alles zu bleiben wie es war. Sofort fand ich Freunde. Welche ich aber wieder verlor, was heißt verlor, ich gliederte mich doch in eine andere Clique ein. Ich erinnere mich noch genau an einen Schulausflug in der fünften Klasse. Ich verstand mich wirklich20gut mit drei Mädchen, K., V. und A., und wir wurden Freundinnen. Doch nach diesem Ausflug wurde auf einmal alles anders. Mein "Platz" in der Clique wurde ersetzt. Von einem anderen Mädchen, ich nenne es mal Laura. Sie stahl mir nicht nur meine Freundinnen, sie hetzte auch den Rest der Klasse auf mich auf und so wurde ich von meinen Mitschülern gemobbt. Das war schrecklich für mich. Ich wurde depressiv und bekam extreme Minderwertigkeitskomplexe, mit elf Jahren. So ging das dann immer weiter, ab und an hatte ich mal ein paar Menschen, mit denen ich reden konnte, aber das Schlimmste war, dass ich immer zu Laura hinaufgeschauft habe und so sein wollte wie sie. Sie hat geraucht, getrunken und sich von Jungs befummeln lassen. Sie war zwölf. Ich weiß noch, dass ich irgendwann mal mit einer Freundin - die noch heute meine Freundin ist, meine beste. Ich nenne sie mal Julia. - zu ihr hinüber geschaut habe und wir viele rote Linien an ihren Armen gesehen haben. Sie hat sie offen präsentiert. Julia und ich haben sogar noch darüber abgelästert, dass man das ja ganz anders macht. Woher sollten wir die Ahnung haben? Wir hatten keine Ahnung. Das war dann in der siebten Klasse. Irgendwann abends habe ich gedacht, dass ich das auch machen könnte. Ich könnte mich ritzen und alle würden mir Aufmerksamkeit schenken. Also tat ich es eines Abends. Anfangs nur mit einem Lineal. Es waren kleine Kratzer, die aber am nächsten Tag immer wieder weg waren. Irgendwie tat es mi r auch gut, wenn es mir weh tat. So nahm ich irgendwann als "Instrument" eine Schere, später einen Zirkel. Viele Mitschüler sprachen mich darauf an, ich hatte also das bisschen Aufmerksamkeit, das ich wollte. Doch irgendwann wurde es etwas anderes, was mich dazu trieb, mich selbst zu verletzen. Ich weiß bis heute nicht, was es ist.
Ich hatte oft Phasen, die manchmal einige Monate dauerten, in denen ich mich gar nicht selbst verletzt habe und dann wieder Phasen, in denen ich es oft getan habe. Julia war einmal bei mir und wir haben es beide getan. Ich bei mir und sie bei sich selbst. In der Zeit haben es viele getan. In neunten Klasse war es zeitweise besonders schlimm. Das war die Zeit, in der Emo ganz in war. Das hat mich irgendwie oft bewegt, zu ritzen. Überall diese offen gezeigten zerritzten Arme haben auch sehr getriggert. Zeitweise habe ich auch Motive in meinen Arm geschnitten, doch die sind jetzt von vielen anderen Narben und Schnitten überdeckt. Der Drang ließ nach im Winter 2007. Da lernte ich einen wunderbaren Jungen kennen und verliebte mich sehr in ihn. Vier Monate lang, oder fünf, habe ich nichts getan. Doch irgendwann kam er wieder, der Drang, die Sehnsucht nach irgendetwas, was ich nicht kenne. Und jetzt kämpfe ich fast jeden Abend dagegen an, oft gewinne ich sogar...

28.05.2009
 

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